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- Allah/Gott
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Allah ist der Name Gottes, der alle
Menschen, Wesen und Welten erschaffen hat, der allmächtig und allbarmherzig ist. „Allah“ ist ein zusammengesetztes Wort aus dem arabischen Artikel „al-“ und dem
Substantiv „ilah“, das Gottheit bedeutet. Konkret heißt das: „der eine und einzige Gott“. Sowohl arabische Christen als auch arabische Bibelübersetzungen verwenden
folglich den Begriff "Allah" für Gott.
Allah ist lediglich die arabische Übersetzung für den deutschen Begriff Gott. Hervorzuheben ist, dass im
Mittelpunkt der islamischen Gottesvorstellung allein die Barmherzigkeit Gottes steht. Den muslimischen Gläubigen ist der Glaube an den einen Gott und die Anerkennung
seiner Einheit von grundlegender Bedeutung. Gott gehören die schönsten Namen: mit diesen "esmaülhüsna", den 99 Namen Gottes werden gleichzeitig
auch seine Attribute erklärt.
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- Der Koran
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Der Koran ist das Wort Gottes und das größte Werk, das
Muhammed der Menschheit hinterlassen hat. Die Sprache des Koran ist Hocharabisch. Koran bedeutet im Arabischen „Lesung“ oder „Rezitation“ und ist für die Muslime
die Richtschnur, nach der sie sich bei ihren Handlungen richten. Er enthält 114 Abschnitte, die Suren (Einz.= Sure), die von rund 6300 Versen gebildet werden. Nach islamischer
Überzeugung ist der Koran so erhalten, wie er vor etwa 1400 Jahren offenbart wurde. Trotz zahlreicher Übersetzungen ist für die gläubigen Muslime nur der arabische Text
verbindlich. Die mündlich wie schriftlich überlieferten Verse des Koran sind unmittelbar nach dem Tode des Gesandten gesammelt und in der bis heute gültigen Form geordnet
worden.
Die heiligen Worte des Koran, die
in 23 Jahren offenbart worden, enthalten religiöse wie weltliche Gebote, Verbote und Weisungen für das tägliche Leben der gläubigen Muslime.
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- Prophet Muhammed
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MUHAMMED, DER GESANDTE GOTTES
Propheten
sind Gottesgesandte, die göttliche Botschaften empfangen und verkündigen. Sie sind Vermittler der Offenbarungen Gottes.
Muhammed (Friede sei über ihm) ist
der letzte Gesandte Gottes. Ihm hat Gott sein Wort, den Koran, innnerhalb von 23 Jahren offenbart. Er ist Vorbild für die Muslime. Seine Aussprüche, seine Verhaltens- und
Lebensweisen wurden von seinen Gefährten festgehalten und als so genannte Prophetentraditionen (hadis) überliefert.
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- Moschee/Gotteshaus
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DAS ISLAMISCHE GOTTESHAUS
Die Moschee
ist eine Zweigstelle des Gotteshauses in Mekka, der Kaaba. Die Kaaba wurde vor tausenden von Jahren auf Gottes Anweisung von Abraham und seinem Sohn Ismael da errichtet, wo
auch das erste Gebetshaus errichtet wurde. Dieses würfelförmige, quadratische Gotteshaus war in vorislamischer Zeit Ziel für Pilger vieler Stämme der arabischen Halbinsel. Im
Laufe der Geschichte haben die Kinder Abrahams aber seine monotheistische Religion verlassen und wandten sich der Götzendienerei zu. Die Bewohner von Mekka brachten jedes Jahr
etwa 360 Götterstatuen in der Kaaba unter. Der Prophet Muhammed entfernte sie aus der Kaaba, so dass sie ihre ursprüngliche Funktion erhielt. Heute pilgern die Muslime jedes
Jahr zu diesem Gotteshaus.
Die Moschee ist ein Baukomplex mit einem Gebetssaal und Nebenräumen, oft einer Kuppel, häufig einem Minarett. Sie ist ein Ort der
Zusammenkunft, der Versammlung und des gemeinschaftlichen Gebets. Darüber hinaus wird sie auch als vielseitige Begegnungsstätte genutzt und dient als soziales, kulturelles,
theologisch-pädagogisches und religiöses Zentrum. Hauptsächlich ist die Moschee aber ein Ort, in dem die Gläubigen in Andacht ihre Gebete verrichten können und spirituelle
Ruhe erfahren können.
Die Gläubigen
bauen den Stress des Alltags in dieser Ruhezone ab, indem sie sich hier im Gebet zurückziehen. Diese wichtige Funktion entspricht der Praxis und Tradition des Propheten
Muhammed, der die erste Moschee des Islam im Jahre 622 nach Christus in der Stadt Medina, im heutigen Saudi-Arabien, errichten lies. In dieser ersten Moschee wurden nicht nur
die Gebete verrichtet, sondern man war auch sozial tätig: Reisende und Obdachlose wurden in der Moschee untergebracht, Analphabeten geschult und Arme gespeist. Unter der
Leitung des Propheten Muhammed wurden in regelmäßigen Sitzungen soziale, politische und wirtschaftliche Belange diskutiert.
Wenn es dabei um eine religiöse
(gottesdienstliche) Angelegenheit ging, verkündigte der Prophet die Worte Gottes und die Gemeinde horchte zu. Verständnisfragen zu erörtern waren selbstverständlich für ihn.
Sobald es sich jedoch um eine Frage des sozialen Lebens handelte, fragten ihn die Teilnehmer solcher Sitzungen, ob es die persönliche Meinung des Menschen Muhammed sei oder ob
Muhammed als Gesandter Gottes die göttliche Meinung verkündete. Bei einer Meinungsäußerung des Propheten Muhammed widersprach ihm seine Gemeinde, wenn sie anderer Meinung war.
Die Stimme des Volkes wurde akzeptiert und diese Vorgehensweise des Propheten zu Beginn des 7. Jh. n. Chr. ist auch für unsere Zeit vorbildlich.
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- Grundsäulen d. Islam
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DIE GRUNDSÄULEN DES ISLAM
1. Das
Glaubensbekenntnis 2. Das Gebet 3. Das Fasten 4. Die Armensteuer
5. Die Wallfahrt
1. Das Glaubensbekenntnis Die erste
Säule ist die Schahada (türk. şsehadet), das Glaubensbekenntnis (das Aussprechen der Bekenntnis zu Gott und seinem Gesandten). Sie ist die Grundlage für alle anderen
religiösen Pflichten. Wer vor Zeugen sagt „Ich bezeuge, dass es keinen anderen Gott gibt außer ihm, und ich bezeuge, dass Muhammed sein Diener und Gesandter ist“ bekennt
sich zum Islam und wird damit zum Muslim. Dieses Bekenntnis zu Gott schließt seine Engel und die Propheten, die heiligen Schriften, die Auferstehung der Toten und das jüngste
Gericht sowie die Prädestinationslehre (Vorherbestimmung) mit ein.Niemand darf gezwungen werden, sich zum Islam zu bekennen, weil der Glaube eine Sache des Gewissens, der
freien Entscheidung und Überzeugung ist.
2. Das Gebet Die zweite Säule ist das rituelle Gebet, Salah (türk. namaz)
genannt. Nach dem Glaubensbekenntnis ist das rituelle Gebet die höchste Pflicht eines Muslim. Es wird vor dem Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, abends und in der Nacht und
an jedem geeigneten und sauberen Ort verrichtet. Eine besondere Stellung nimmt das Freitagsgebet in der Moschee ein. Das Gebet verbindet die Rezitation ausgesuchter Suren mit
Bittgebeten und Lobpreisungen in arabischer Sprache mit rituellen Bewegungsabläufen. Der Betende beabsichtigt, die Gegenwart Gottes in seinem Herzen zu spüren. Dadurch soll
der Gläubige von Schlechtem abgehalten werden und sich Gott zuwenden. Unter bestimmten Umständen kann ein Muslim von der Flexibilität seiner Religion Gebrauch machen und die
für bestimmte Tageszeiten vorgegebenen Pflichtgebete, die versäumt wurden, nachträglich verrichten.
3. Das Fasten Die dritte Säule ist das rituelle Fasten, Saum (türk. oruç) genannt. Im neunten Monat des islamischen
Mondkalenders, dem Ramadan (türk. ramazan), ist Muslimen von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang jede Form der Nahrungs- und Genussmittelaufnahme sowie der Beischlaf
untersagt. Das rituelle Fasten ist eine gottesdienstliche Handlung, die den Menschen Gott näher bringt. Der Körper wird dem Geist unterworfen, womit Selbsterziehung als Geste
der Dankbarkeit dargestellt wird. Fastende sollen lernen, mit jenen mitzufühlen, die hungrig oder durstig sind. Dabei zeigen sich die Muslime besonders gegenüber Bedürftigen
solidarisch. Der Ramadan wird mit dem Ramadanfest (arab. id al-fitr / türk. ramazan bayramıi) abgeschlossen.
4. Die soziale Pflichtabgabe Die vierte Säule ist die „soziale Pflichtabgabe“, Zakah (türk. Zekat) genannt. Zakah kann mit „reinigen" und auch „vermehren"
übersetzt werden. Muslime sind verpflichtet, einmal im Jahr Arme und Bedürftige zu unterstützen, um somit ihr Vermögen zu „reinigen“ und mit göttlichem Segen zu
vermehren. Die Höhe der Abgabe beträgt jährlich 2,5 % des Vermögens. Muslime helfen anderen Menschen privat oder über Hilfsorganisationen.
5. Die Wallfahrt
nach Mekka (hadsch)
Die fünfte Säule ist die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch). Die Pilgerfahrt in diese Stadt auf der arabischen
Halbinsel stellt den Höhepunkt im Leben eines Muslims dar. Diese findet im letzten Monat (Dhu'l-Hidschdscha) des islamischen Mondkalenders statt. Jedes Jahr pilgern rund
drei Millionen Muslime in die heilige Stadt und durchlaufen einen besonderen Weihezustand. Die Kaaba, ein würfelförmiges, leer stehendes Gebäude, ist das Zentralheiligtum der
Muslime. Ihren besonderen Wert hat sie auch dadurch, dass sie die Gebetsrichtung ist. Während der Wallfahrt, bzw. zum Abschluss, wird weltweit das Opferfest gefeiert. Hierbei
wird im Gedenken an die Bereitschaft Abrahams, seinen Sohn Ismael zu opfern, Klein- und Großvieh geopfert.
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- Vorbeter/Imam
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Ilhan Can wurde am 4. Dezember
1970 in der Stadt Gönen der türkischen Provinz Balikesir geboren. Er hat in Gönen die Grundschule sowie die weiterführenden Schulen besucht. Im Jahre 1988 beendete er das
Gymnasium zum Priesteramt (Imam). Er hat in dieser Zeit auch den Titel des Hafiz erlangt. 1989 hat er als Muezzin bei der Anstallt für
Religionsangelegenheiten "Diyanet" angefangen. In dieser Zeit hat er sich in der Fakultät für Sozialwissenschaften eingeschrieben und hat im Jahre 2004
diesen erfolgreich mit dem Vorexamen der Theologie abgeschlossen. Er ist verheiratet und hat 2 Töchter.
Termine für Kurse in Islamkunde
Seine Berufstationen:
1989-1992: Muezzin der Carsi Moschee in Manyas (türkische Provinz Balikesir) 1992-1993: Vorbeter (Imam) der Yanik Moschee in Gönen (türkische Provinz Balikesir)
1993-2006: Vorbeter (Imam) der Zentralmoschee in Gönen (türkische Provinz Balikesir)
seit November 2006: Imam und Religionslehrer in der DITIB Moschee in Solingen (NRW) auf der Kasernenstr.
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Die ehem. Vorbeter/Imam der Zentralmoschee DITIB-Solingen
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- Dialog
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Eray Ünver
Geboren 18/09/1984 in Köln.
Beruf Reiseverkehrskaufmann und Angestellter bei Turkish Airlines Solingen/Düsseldorf/Köln Beiratsmitglied des Bündnisses für Zivilcourage und Toleranz der Stadt
Solingen
Multiplikator/Dialogbeauftragter DITIB Gemeinde Zentrum
Mitglied im Christl.Islamisch.Dialogkreis
eMail an Herrn Ünver
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Im Christlich-Islamischen Gesprächskreis Solingen begegnen sich Christen, Muslime und am religiösen Dialog Interessierte. Er ist ein offenes
Forum, das von der evangelischen und der katholischen Kirche in Solingen gemeinsam getragen wird. Es gibt eine enge Kooperation mit den beiden Solinger DITIB –
Moscheegemeinden und dem Islamischen Zentrum e.V. Die Treffen finden jeweils am 2. Mittwochabend in der Cafeteria des Ev. Altenzentrums an der Cronenbergerstraße
34 oder in einer der drei Moscheen statt. Die Themen werden in einer gemeinsamen Vorbereitungsgruppe für das Jahr geplant. Zur Zeit engagieren sich etwa 20 Menschen
ehrenamtlich im Gesprächskreis. Zu jedem Treffen wird über den Ev. Kirchenkreis eingeladen und in der örtlichen Presse darauf hingewiesen. Ziele sind, sich kennen zu
lernen, sich über die Glaubensvorstellungen der je anderen Religion auszutauschen. Es soll ein Netz von Menschen geknüpft werden, die sich kennen, die ihren Glauben und ihre
Kultur in ihrem Leben ernst nehmen, die Achtung vor dem anderen haben und damit zum friedlichen Zusammenleben in unserer Stadt beitragen wollen. Die Arbeit beruht auf
Vertrauen, das durch viele Jahre entstanden ist.
Zu den Gesprächsabenden ist jeder und jede herzlich eingeladen. Die Termine können über die Quiklinkleiste am linken Rand unserer Homepage eingesehen werden.
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